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6.1 Infektionsschutzgesetz (IfSG)
Das Infektionsschutzgesetz existiert, um:

Zweck des Gesetzes ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern (§1, Abs.1)

  1. §1, Abs.2: Welchen Zweck hat das Gesetz ?

    Die Eigenverantwortung der Träger und Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen, Lebensmittelbetrieben, Gesundheitseinrichtungen sowie des Einzelnen bei der Prävention übertragbarer Krankheiten soll verdeutlicht und gefördert werden.

  1. §42: Wovor schützen wir uns ?

    Es herrscht ein Beschäftigungsverbot für alle Personen, die an den folgenden Krankheiten leiden, oder diese übertragen:

    Abs.1. Typhus abdominalis, Paratyphus, Cholera, Shigellenruhr, Salmonellose, einer anderen infektiösen Gastroenteritis oder Virushepatitis A oder E erkrankt oder dessen verdächtig sind,

    Abs.2. an infizierten Wunden oder an Hautkrankheiten erkrankt sind, bei denen die Möglichkeit besteht, dass deren Krankheitserreger über Lebensmittel übertragen werden können.

    Abs.3. die Krankheitserreger Shigellen, Salmonellen, enterohämorrhagische Escherichia coli oder Choleravibrionen ausscheiden.

    Diese Personen dürfen nicht beschäftigt werden:

    a) beim Herstellen, Behandeln oder Inverkehrbringen der in Absatz 2 genannten Lebensmittel, wenn sie dabei mit diesen in Berührung kommen, oder

    b) in Küchen von Gaststätten und sonstigen Einrichtungen mit oder zur Gemeinschaftsverpflegung

    Eine umfassende Liste der meldepflichtige Krankheiten und Erregern findet sich in den §§ 6 & 7
  1. §43, Abs.1: Wer darf mit Lebensmitteln arbeiten ?

    Personen dürfen gewerbsmäßig die in § 42 Abs. 1 bezeichneten Tätigkeiten erstmalig nur dann ausüben und mit diesen Tätigkeiten erstmalig nur dann beschäftigt werden, wenn durch eine nicht mehr als drei Monate alte Bescheinigung des Gesundheitsamtes oder eines vom Gesundheitsamt beauftragten Arztes nachgewiesen ist, dass sie mündlich und schriftlicher Form belehrt worden sind und schriftlich erklärt haben, dass ihnen keine Tatsachen für ein Tätigkeitsverbot bei ihnen bekannt sind.
  1. §43: Welche Pflichten hat der Arbeitgeber ?

    Der Arbeitgeber hat Personen, die eine der (...) genannten Tätigkeiten ausüben, nach Aufnahme ihrer Tätigkeit und im Weiteren alle zwei Jahre über die in § 42 Abs. 1 genannten Tätigkeitsverbote und über die Verpflichtung nach Absatz 2 zu belehren. Die Teilnahme an der Belehrung ist zu dokumentieren. Die Sätze 1 und 2 finden für Dienstherren entsprechende Anwendung. (5) Die Bescheinigung nach Absatz 1 und die letzte Dokumentation der Belehrung nach Absatz 4 sind beim Arbeitgeber aufzubewahren

  1. §74: Was geschieht bei Verstößen ?

    Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer (...) vorsätzliche Handlung begeht und dadurch eine in § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 genannte Krankheit oder einen in § 7 genannten Krankheitserreger verbreitet.
  1. Maßnahmen:

    Um eine hygienische Arbeitspraxis zu gewährleisten, die den Auflagen des Infektionsschutzgesetzes entspricht sind diese wichtigen Punkte zu beachten:

    1.Hände gründlich, mit warmem Wasser (mind. 37°C) und antibakterieller Seife für mindestens 30 Sekunden waschen - vor jedem Wechsel des Arbeitsortes, nach der Benutzung von Toiletten, aber vor allem vor jedem neuen Arbeitsgang im Hygienebereich (Bistro/ Bedienthresen)

    2.Persönliche Hygiene (Duschen/ gepflegte Haare & Bärte/ kein Schmuck an Armen oder Händen/ Kein Nagelschmuck oder Lackierungen, sowie künstliche Fingernägel/ gepflegte und saubere Arbeitskleidung/ Bei Verdacht auf Erkrankung ärztliche Untersuchung durchführen lassen)

    3.Hohe Standards bei der Reinigung von Arbeitsmaterial und Gerätschaften jeglicher Art - oder umgehendes Ersetzen und Instandsetzen von Geräten und Material bei Verschleiß oder Defekten

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